Anja`s Radsportseite
  Saisonplanung und Rennberichte
 
"So trotz, dass die Saison für mich noch nicht so gut gestartet ist (den Winter viel zu oft krank und jetzt viel zu viel Arbeit für die Examensarbeit) hoffe ich trotzdem, dass ich zum Ötztaler fit bin.
Hier dann die geplanten Vorbereitungsrennen (natürlich mit vielen Bergen!):


3.5. Marathon Mönchengladbach 240km 1900hm

So der erste Formtest war gar nicht so schlecht wie erwartet. Ich dachte ja nicht, dass ich schon fit gneug für so eine lange Strecke wäre, aber es lief super. Gut nicht gerade auf dem Hinweg in die Eifel: flach, Gegenwind und es wurde viel zu schnell gefahren. Aber als es dann endlich berghoch ging liefs wunderbar!


Essen ist beim Marathon am Wichtigsten, gut dass es warme Nudeln gab!

17.5. Gerolsteiner Radmarathon- 140km - 2100hm



Wie immer hat es in Gerolstein mal wieder eine Schlammschlacht gegeben. Sonst lief das erste Rennen richtig gut, nur war es viel schneller zu Ende als erwartet: wir wurden auf die falsche Runde umgeleitet und so war das Rennen schon nach 120km vorbei. Ziemlich ärgerlich, weil ich für die lange Strecke auf Kurs für Platz 4 war, na ja.

14.6. Hattersheimer Radmarathon-207km-2900hm
Wie auch letztes Jahr eine geniale Veranstaltung!!! Aber schönschwer!
21.6. Velothon Berlin- Flach!!!!!

Der Velothon mit lifestyle cycling hat echt Spass gemacht und wir haben alle Gäste heil und glücklich ins Ziel bekommen. Den Film zum Event gibt es hier:
www.fabrikx.com/preview

27./28. 6. 20h-Fell

In Gerolstein hat Tim mich angesprochen, ob ich nicht Lust hätte bei einem "20h-Rennen in einem Mädelsteam mitzumachen. Das hatte ich natürlich und war schon sehr gespannt, wie es ist in der Nacht zu fahren. Die Strecke war natürlich was für mich: 17.5km mit 350hm, also berghoch und dann wieder runter. Bei der Ankunft in Fell hats leider erstmal geregnet. Aber die Zelte waren schon aufgebaut und auch sonst alles vorbereitet. Danke Tim!!!!
doris, Katrin, janine und ich waren ein super Team! Die anderen Mädels waren echt schnell! Ich hab natürlich erstmal wieder ein bißchen Einrollzeit gebraucht, aber am nächsten morgen war ich Topfit! und hatte dann noch die Ehre die Schlussrunde zu fahren! Was für ein Erlebnis! Und: wir haben gewonnen! Und waren dabei noch schneller als alle Mixedteams!



So siehts im Camp von ReVelotion.com aus.



Wir sind das beste Team der Welt!

12.7. Engadin Radmarathon- 211km-3827hm


Das erste wirklich schwere Rennen dieses Jahr, da war ich schon ein bisschen aufgeregt. Vor allem nach dem "Ausflug" mit Ossi letzte Woche, hatte ich keine Ahnung, wie lange die Kräfte noch so reichen würden.
Am Vortag hatte ich erstmal mehr Glück als Verstand! Die kleinen Laufräder hatten mal wieder einen Seitenschlag und glücklicherweise war ein Team mit Mechanikern da. Das war wohl nicht nur ein einfacher Achter, sondern es waren gleich zwei Speichen locker und das hätte nach dem ersten Schlagloch ziemlich schlecht ausgehen können!



Am Startr war es saukalt, aber Josef hat ja im Gegensatz zu mir auch morgens um diese Uhrzeit schon gute Laune und das steckt an!


Die Landschaft ist auch ein absoluter Traum!


Und so war der erste Pass schnell erklummen!
Starten in der letzten Gruppe macht da auch echt Spass, weil man dauernd leute überholt.


Die abfahrt mit Gegenwind war aber gar nicht mein Ding und ich hab versucht mich so gut wie möglich in der Gruppe zu verstecken.


Der letzte Pass war dann ziemlich hart auch weil niemand so genau wusste wie lang er eigentlich ist und ich habe mein Dreifach schwer vermisst!
Trotzdem war die Strecke in 9:03 geschafft und ich bin 16. in meiner Altersklasse geworden!


20.7. Etappe du Tour-178 km mit Finale auf den Mont Ventoux
- auf den Spuren der Tour du France! Wenn die Profis dann 2 Tage später dort fahren, kenn ich schon jeden Meter!



Schon am Samstag gings zusammen mit Sylvain nach Montelimar. Man ist das schön hier, nach einer entspannten Ausfahrt durch die Lavendelfelder war ich von der Region gleich mächtig begeistert! Allerdings war es megaheiss!
Canyon hatte einen Stand da und natürlich bin gleich hin, um Daniel wiederzutreffen!


Hab mich sehr gefreut Daniel wiederzusehen!
Und da gabs dann auch gleich eine riesen Überraschung!
Es waren 3 riesige Poster aufgehängt: Kadel Evans, Erik Zabel... und ich! Was für eine Ehre :-)


Am Montag morgen hatte ich dann gar keine Lust aufzustehen! Viel zu früh!
Leider musste ich mich erstmal ganz alleine in den Startblock einreihen, Sylvain war einen weiter hinten.
Das würde mein erstes Rennen mit Lightweights sein und ich hatte schon ziemlich Bedenken wegen Seitenwind. Aber das Black Beauty sieht damit einfach wunderbar aus, was für ein Traumrad! Die Sorge war aber völlig unberechtigt, die Laufräder klettern nicht nur gut, sie sind auch genial in der Abfahrt, weil sich das Rad ganz leicht in die Kurven drücken lässt, wie man hier sieht:


Gottseidank hatte mein Wasserträger mich bald eingeholt, denn die ersten 100km waren wie schon befürchtet gar nichts für mich. Nur sanft hügelig und Gegenwind, da war ich froh über so einen wunderbaren Windschatten. Plötzlich werde ich von der Seite angesprochen: "Hey, nice bike!" Ich wollte schon auf englisch antworten, aber das war Erik Zabel. Wir hielten einen kurzen Plausch, so gut das in der Menge möglich war und wünschten uns gute Fahrt.


Ich war schon ganz schön ko, als dann endlich der erste ernstzunehmende Berg auftauchte und es ist sehr frustrierend, wenn vor einem immer einer fährt der den ganzen Tag nur Faxen macht. Na das sollte sich später noch rächen.
Plötzlich tauchte der kahle Riese dann am Horizont auf, oh je ob ich da in 40km noch hochkomme???
Aber die ersten Anstiege gaben dann etwas von der Moral zurück, endlich konnte ich auchmal jemanden überholen!

Und die Franzosen sind einfach wunderbar! Sobald die Zuschauer eine Frau auf dem Rad sehen, flippen die fast aus, ich wurde also bestens angefeuert und motiviert!
Und dann ging der Anstieg los, erst nur sehr sanft, aber unendlich heiss! Mein guter Helfer bog an der Verpflegung ab, um mir Wasser zu holen. Plötzlich tauchte aber die erste Rampe auf. Was heisst Rampe, das ging einfach die ganze Zeit so steil weiter und es war unendlich heiss.


Ich kämpfte Meter für Meter, die beine schmerzten und der Schweiss lief in die Augen. Viele hatten Krämpfe und lagen im Schatten, mein einziger Wunsch war auch nur Absteigen, Ausruhen und Wasser!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Von meinem Wasserträger keine Spur und meine Flaschen waren leer. Erst 6 km um, wie sollte ich das bloß noch 15km überleben?


Der Tacho schien auch zu stehen. Na Sylvain hatte nicht damit gerechnet, dass ich so schnell bin und ein bisschen gewartet, weil er dachte ich käme noch. Mir kams allerdings unendlich langsam vor.
Am Strassenrand gabs schon die Camper für die Tour und als ich eine ältere Dame mit einer Flasche in der Hand sah hab ich angehalten und um Wasser gebeten. Sie war sehr nett und machte meine Flasche voll. Am liebsten wäre ich nicht mehr aufs Rad gestiegen, aber die Zuschauer schrien mich weiter.
Nach Wasser und zwei Gels konnte ich auch meine Umgebung wieder wahrnehmen und merkte dass alle um mich herum eher langsamer als ich sind und 8km vorm Ziel war dann auch Sylvain wieder da.
6km vorm Ziel gabs dann wieder eine Verpflegung und Sylvain wollte anhalten, ich hatte zwar eine volle Flasche wollte ihn aber nicht schon wieder verlieren. Ich wollte aber schnell weiter sonst gibts Krämpfe und wir starteten wieder los. Ich fühlte mich plötzlich bestens und das 5km-Schild flog vorbei, der kahle Gipfel war schon zu sehen und es wurde endlich etwas flacher! Ich legte richtig los und fing an nur noch zu überholen, Tunnelblick und alle Kraft in die Pedale.


So merkte ich erst spät das niemand mir hinter mir war, mmh komisch. Nur noch 2km is zum Ziel, also warte ich da. Die Flamme Rouge fliegt vorbei und ich gebe alles zum Zielsprint.


Der Mont Ventoux ist bezwungen!!! Im Ziel treffe ich sofort die Canyonjungs und Erik wieder, die nur 10 min vor mir angekommen sind und sich mächtig wundern, dass ich schon da bin!


Ich mache mir aber Sorgen um Sylvain und versuche ihn anzurufen, nichts!
Er kommt 14min nach mir ins Ziel und ist ziemlich fertig, ich bin soo froh dass er da ist und seine Hilfe war wunderbar!


Man sollte Rennenfahren mit mir wohl doch nicht auf die ganz leichte Schulter nehmen!
Was aber die grösste Überraschung war: Ich  bin tatsächlich 8. bei den Frauen geworden!

Hier gibt es auch noch einen Bericht bei Canyon:
blog.canyon.com/


2.8. TirolWest Radmarathon-220km- 3950hm


Das sollte heute eigentlich der letzte Test für den Ötztaler werden.
Der Tag fing erstmal sehr schlecht an: es gab kein Müsli zum Frühstück!!!! Das geht wirklich gar nicht für so einen langen Tag den ich glaubte vor mir zu haben.
Nach dem Start hab ich erstmal einen kleinen Trick angewand, damit mein Lieblingswasserträger hinterher nicht wieder sagen konnte, er wäre den ganzen Tag zu langsam unterwegs gewesen. Ich hab so getan als würd ich gleich vom Rad fallen und sagte,dass ich heute wirklich keinen guten Tag hätte, er sollte doch einfach sein Rennen fahren. Mit mir wäre heute wirklich nichts los.
Nachdem er also losgesprintet ist, tat mir dann tatsächlich von der komischen Haltung auf dem Rad wirklich das Bein weh und ich musste mir erstmal eine Gruppe suchen. Vor mir tauchte dann auch eine riesige von ungfähr 50 Männer auf und sie war schnell erreicht.
Das Tempo der Gruppe wurde aber immer langsamer 23, 22, 21... mein Pulsmesser zeigte nur noch 120 wirklich ein bisschen wenig für ein Rennen. Na ich dachte nur nich nervös werden, es muss ja nach dem Höhenprofil zu urteilen gleich ordentlich hochgehen. Auch die Landschaft sah so aus.


Dieses Höhenprofil war aber wirklich ein Witz! Was da am Anfang wie eine einzige Rampe von 50km aussieht geht in Wirklichkeit überhaupt nicht richtig hoch! Und das sollte auch den ganzen Tag so bleiben! Ich will doch Berge!
Irgendwann war es mir dann aber doch ein wenig zu bunt, das war der reinste Bummelzug, also Kette rechts und losgesprintet. Ich dachte irgendwer würde schon mitziehen. Aber mit den Männern heutzutage ist echt nichts mehr los! Die haben sich doch tatsächlich 40km von mir ziehen lassen!


Die letzten 3km waren dann aber dann doch noch ein bisschen steil und keiner blieb an meinem Hinterrad, also los in die schöne kurvige Abfahrt und eine neue Gruppe suchen.


Am Ende der leider nassen Serpentinen fuhr ich dann auch wirklich auf eine Gruppe mit 2 Mädels und 7 Männern auf und schon wieder das gleiche Spiel für die nächsten 30km, wir Mädels sind vorne gekreist und die anderen alle brav dahinter! Das gibts echt nicht!
Dann gings los in den Arlbergpass von dem aus dann die lange Strecke auf den Flexenpass abzweigen sollte. Na Pass ist ein wirklich übertriebener Name, erstmal gabs 10km nur hügeliges Gelände. Immer hoch und runter ist ja garnichts für mich!


Die zwei Mädels konnten leider nicht weiter mithalten und so biss ich mich an zwei Italienern fest, bis es endlich hochging. Ab da hats dann echt Spass gemacht weil ich nur überholt hab und mir die ganzen Jungs nur erstaunte Blicke hinterher warfen.


Am Abzweig aber dann die große Entäuschung! Gerade wo es anfing Spass zu machen! Die lange Strecke wurde wegen Unwetter am Hahntenjoch gesperrt, also gabs nur noch 2 km auf den Arlbergpass und dann 30 km Abfahrt ins Ziel.
Super ich fühlte mich gerade bestens und hatte doch noch garnicht richtig losgelegt um die Kraft fürs Ende zu sparen!
Also bin ich die letzten zwei Kilometer berghoch nochmal voll losgesprintet und erntete einige müde "die arme Irre"-Blicke.
Die Abfahrt hat Spass gemacht, aber es ist einfach nicht richtig nach 157km Radrennen völlig entspannt ins Ziel zu kommen!!!
Sylvain hatte bloß 54min auf mich rausgefahren und war völlig erstaunt, dass ich schon da war. Na, ich bin immerhin 10. geworden, aber ohne auch nur ein bißchen ko zu sein ist das irgendwie komisch.

16.8. Cyclassics in Hamburg-155km- Flach!!! Oh je!
Tja, da mussten Kathi und Andreas dann leider alleine nach Hamburg, echt traurig! Ich hab mir den gleichen Magenvirus wie Georg geholt (wer den von wem woher hat werden wir wohl nie rausfinden) und konnte drei Tage nichts essen, beziehungsweise alles hat sofort den Rückwärtsgang eingelgt. Na ja, sehr üble Sache und nicht gerade die beste Vorbereitung auf den Ötztaler.

Und schließlich...

30.8.09 Sölden: Ötztaler Radmarathon-250km-5500hm-ich hoffe diesmal unter 12h!
24.8.09: Tja so langsam werde ich nervös! Ob das unter 12h geht, da bin ich mir nach Kranksein und Stress letzte Woche nicht mehr so sicher, wir werden sehen. Am We waren jedenfalls nochmal ein paar Höhenmeter mit Kathi und Andreas angesagt und jetzt kann man sich sowieso nur noch so gut wie möglich ausruhen und natürlich noch was am Rad schrauben. Jedenfalls bin ich überhaupt jetzt froh Richtung Sölden aufbrechen zu können, weil das mit Seminar am Freitag und fast noch 2 Lehrproben nächste Woche doch etwas auf der Kippe stand. Na so kann ich eben erst Samstag los, was sicher kein Vorteil ist. Aber hauptsache das Wetter stimmt jetzt noch einigermaßen.
Alles über das Rennen findet ihr unter Ötztaler!
 
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