Anja`s Radsportseite
  Berge 2009 Frankreich
 
"Vive la France!
Nachdem ich Italien schweren Herzens über Zernez wieder verlassen habe, war ich dann vom 13.-25.7. in Frankreich. Grosses Highlight war hier natürlich Etape du Tour (siehe Saisonplanung und Rennen), aber es gab natürlich auch sonst einiges zu erleben:
Erstmal musste ich mich natürlich von Ossi und Zernez mit einigen leichten Ausfahrten erholen, dann gabs aber wieder erste Berge.

16.7. Annemasse-Annemasse - 110km - zweimal Saxel, zweimal Col de Cou - 2100hm
Das war der erste Test mit den Lightweights, wow! Das klettert ja fast von selbst! Und was ich nie gedacht hätte, auch in der Abfahrt sind sie genial. Das Rad lässt sich so ganz leicht um die Kurve drücken! Ich hatte soviel Spass beim klettern, dass ich gar nicht daran gedacht habe auch nur einmal abzusteigen und ein Foto zu machen, obwohl das kleine Black Beauty mit den Laufrädern noch viel toller aussieht!

22.7. auf den Spuren der Tour de France - 97km - Col de Romme, Col de la Colombière - 2000hm
Heute wollte ich trotz miesem Wetter unbedingt die Tour live sehen, also trotz Regen rauf aufs Rad und die letzten beiden Pässe der heutigen Etappe bezwungen.
Los gings mit dem Col de Romme, der gleich ganz schön steil losgeht. Zusätzlich war so ein Sturm die erste Rampe runter, dass ich echt dachte dass ich rückwärtsfahre. Aber es waren schon so viele Zuschauer da, die einen ordentlich angefeuert haben, dass es sich gar nicht lange zog.
Auf halber Strecke hab ich dann noch einen kurzen Plausch mit dem Tourteufel gehalten.



So dass der Gipfel bald erreicht war.


Also so fühlt es sich auf einem Tourberg der ersten Kategorie an. Leider gings erstmal nicht mehr weiter, so dass ich hier erstmal die Tour angesehen habe und dann den Rennfahrern hinterher auf den Colombiere bin.
Wenn der Hubschrauber kommt, dann weiss man dass es bald los geht!



Die Radfahrer sind dann aber so schnell vorbei, dass man sie kaum richtig aufs Foto bekommt.
Den Berg runter gings noch ganz gut, auf den Colombiere war dann Schlangenlinienfahren angesagt und in Grand-Bornand ging es dann kaum noch weiter.

Am nächsten Tag war ich dann mit Willi beim Zeitfahren in Annecy, diesmal allerdings ohne Rad nur zum Schauen. Da ich aber soviel alte Bekannte wiedergetroffen habe, habe ich eigentlich vom Rennen kaum etwas gesehen :-)


25.7. Bourg d´Oisans-Bourg d´Oisans-184km-5000hm-Pässe: Croix de Fer, Télégraphe, Galibier, Alpe d´Huez
Heute wollte ich mir einen großen Traum erfüllen: einmal die berühmtesten Pässe der Tour an einem Tag fahren! Letztes Jahr hatte es ja wegen dem Wetter nicht geklappt, aber heute sollte mich nichts aufhalten. Mein Lieblingstrainingspartner war auch dabei und hat die schönen Fotos gemacht.


Auf dem Weg zum Croix de Fer hatte ich einige Zweifel, ob ich es schaffen würde. Diese Berge sind ein solcher Mythos und die Anstrengungen der letzten Wochen hinterlassen langsam ihre Spuren.
Der Croix de Fer beginnt auch gleich mit ordentlichen Rampen und so gab es keine Zeit mehr zum Nachdenken.



Auf halber Strecke werden die Anstrengungen aber mit einer wunderschönen Strasse am Rande des Stausees belohnt.


Und man vergisst, dass es anstregend ist. Bei so einem Blau muss es auch Zeit für einen kurzen Fotostopp...


... und fürs Genießen der wunderbaren Aussicht geben!


Aber es wartet ja noch einges auf uns und so kann man leider nicht zu lange verweilen.
Der erste Berg ist dann auch bald geschafft.


Und man kann das Gipfelkreuz bewundern.


Die Abfahrt war sehr holperig und dann gings leider erstmal ein paar Kilometer an der Hauptstrasse, um zu den nächsten Bergen zu gelangen.
Als nächstes kam dann der Télégraphe der nur langsam anstieg und mir, wie immer, wenn es nichts zu sehen gibt, endlos lang vorkam.



Dann gibt es eine kleine Abfahrt, bevor einer der berühmtesten Pässe der Tour beginnt. der Galibier!
Meine Erfurcht war riesig, aber eigentlich ziemlich unbegründet! Dieser Berg ist zwar ein Mythos, aber im Gegensatz zu dem was in Italien so rumsteht eher ziemlich harmlos, aber wunderschön!


Es geht durch beeindruckte Landschaft sanft nach oben und macht einfach nur Spass!


Ich freue mich riesig oben anzukommen, schließlich habe ich heute schon drei Tour de France-Riesen besiegt!



Und ein Passschildsouvenir ist hier natürlich Pflicht, auch wenn man von dem Schild fast nichts mehr erkennen kann.


Die Abfahrt war herrlich, mit Aussicht auf weiße Schneeriesen!
Mittendrin haben wir dann mal einen kurzen Stop gemacht- um einen Crepe zu essen und die Zusammenfassung von der Tour zu sehen. Schließlich sind die Profis heute auf den Mont Ventoux unterwegs, den wir am Montag schon bezwungen haben.
Die Abfahrt war wie immer viel zu schnell vorbei und so war Bourg d´Oisans schnell wieder erreicht.
Hier hattte Sylvain dann aber genug und versuchte mich hartneckig zu überreden, dass man doch nicht auch noch Alpe d´Huez hoch müsste.  Da kennt er mich aber schlecht! Natürlich musste ich da noch unbedingt hoch und so nahm ich dann die altbekannten Rampen alleine unter die Räder. Ich war schon ganz schön erstaunt, es kam mir vielviel leichter als letztes Jahr vor und so war ich dann in 1:15 schon oben!



Ich habe es geschafft!!!!!!!!!
Die Abfahrt war kalt und windig und ich war froh wieder unten zu sein. Sylvain war ganz erstaunt, dass ich schon da war und hatte aber netterweise schon ein Sandwich gekauft. Jetzt hatte ich auch echt Hunger!
Das war dann auch mein Abschied aus Frankreich, denn morgen gehts mit Sylvain zusammen los in meine zweite Heimat!

 
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